• Weshalb macht man ein Auslandssemster? Klar, eine andere Sprache zu lernen oder zu verbessern ist immer gut. Und auch andere Kulturen kennenzulernen in dem man sich ihnen über Monate hinweg anpassen muss, ist eine einzigartige Erfahrung. Aber am besten lernt man ein Land wohl kennen, indem man es sich einfach anschaut. Am Anfang dieses großen Experimentes hatte ich etwas die Befürchtung, dass ich das alles nicht unter einen Hut bekomme – Uni, alte Freunde zuhause, neue Freunde in England und Reisen. Doch überraschenderweise klappt das irgendwie und ich reise mehr als ich gedacht hätte.

    Edinburgh

    Mein erster Trip ging nach Edinburgh. Schon drei Wochen nach der Abreise hatte ich Besuch aus der Heimat bekommen und da will man auf der einen Seite etwas Spektakuläres zeigen, aber auch was neues kennenlernen. Deshalb ging’s in die Schottische Hauptstadt, die auch nur anderthalb Zugstunden entfernt ist – ein Katzensprung. Ich werde diesen Satz noch oft wiederholen, aber alles sieht hier sehr nach „Harry Potter“ aus: die Schlösser, die Brücken, die Gassen – kein Wunder, dass J.K. Rowling Harry Potter hier geschrieben hat. Das Beste war aber der Berg, der direkt am Rande der Innenstadt lag und eine geniale Aussicht bot. Wenn man den richtigen Weg geht, dauert der Aufstieg 10 Minuten, für uns war er 40 Minuten lang.

     Stonehenge

     

    Stonehenge…was soll ich sagen? Den Trip nach Stonehenge habe ich, wie auch noch vier andere Trips, schon vor der Abreise nach England gebucht. Damit wollte ich mich auch etwas dazu zwingen meine Zeit hier zu nutzen und so viel wie möglich zu erleben. Vielleicht hätte ich vorher aber auf der Karte schauen sollen wo Stonehenge liegt, denn nach dem Aufstehen um 5, der Abfahrt um 6 und nach sechs Stunden Busfahrt, waren wir alle nicht mehr so begeistert ein paar Steine auf einem Feld zu sehen. Dafür hab ich ein paar Schweden kennengelernt, mit denen ich jetzt immer noch viel unternehme – nothing is senseless.

     North Pennies

    Ein Wochenende mit gutem Wetter stand an, alle hatten schon Pläne oder mussten lernen und ich wollte nach so viel Zeit unter Leuten eigentlich auch mal wieder Zeit für mich haben. Der erste Blick ging zu Google Maps, der zweite auf einen nahegelegenen Nationalpark und der dritte auf die Website der Zuggesellschaft. In den Nationalpark zu kommen war ohne Auto gar nicht so easy, weil da natürlich keine riesigen Zuglinien durchlaufen können, aber nach 1 Bahnfahrt und 2 Busfahrten haben unberührte Natur und das Wetter echt entschädigt. Das Beste war eigentlich, dass der „public foothpath“ kein richtiger Wanderweg war, sondern eigentlich nur ein Weg über die Wiesen und Felder, weshalb ich auch an vielen Schafen und Kühen vorbeigelaufen bin. Mein Tagesziel, irgendsoeinen krassen Wasserfall, hab ich nicht geschafft, aber dafür hatte ich geile Bilder, Kuhkacke im Schuh und das Gefühl wirklich das Englische Landleben gesehen zu haben – ohne Touribus und Guided Tour.

     
     
     
     
     
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